Die Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg wurde am 15. Juni 1859 gegründet.

Im Gasthaus zur Rose wurde im Beisein des landgräflichen Bürgermeisters Stumpf von 64 Bürgern Andreas Weckerling, seineszeichens landgräflicher Hofmaler, zum Hauptmann gewählt. Damit war Bad Homburg die 4. Freiwillige Feuerwehr im Herzogtum Nassau nach Wiesbaden 1850, Herborn 1851 und Frankfurt (Höchst) 1853.

Durch die freundschaftlichen Beziehungen Weckerlings zu hervorragenden Förderern und Gründer des Feuerlöschwesens Karl Metz aus Heidelberg und Karl Weiser aus Mainz, war es alsbald möglich eine Saug- und Druckabprotzspritze neuester Metzscher Bauart anzuschaffen. Zusammen mit einem Wasserfass einen Rettungswagen und anderen Gerätschaften wurde sie in einer Scheune untergebracht. Die jährliche Miete von 30 Gulden mussten von den Mitgliedern der Wehr bezahlt werden.

Schon in den Jahren 1891 und folgenden wurde nach Plänen des Zugführers Wilhelm Born eine elektrische Alarmierung hergestellt. Es wurde eine kleine Zentrale bei der Polizei eingerichtet vo wo aus man mittels eines Magnet-Induktors die Einsatzkräfte alarmiert wurden. Diese Neuerung brachte eine erhebliche Verbesserung der nächtlichen Ruhe gerade im Hinblick auf die Kurgäste und eine Verbesserung der Schnelligkeit der Einsatzkräfte. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung konnte nach kurzer Zeit fast die Hälfte der Einsatzkräfte daran angeschlossen werden.

Zum 50-jährigen Jubiläum wurde eine 22m Drehleiter aus Spenden der Bevölkerung finanziert und ein Mannschaftswagen angeschafft. In den folgenden Jahren wurde der Fuhrpark und die Gerätschaften weiter modernisiert. 1928 km die erste Motorspritze, die mit knapp der Hälfte vom Kreis bezuschusst wurde unter der Voraussetzung das sie jederzeit in anderen Städten und Gemeinden im Kreisgebiet eingesetzt werden kann.

1934 wurden per Gesetz die bis dahin selbständigen Freiwilligen Feuerwehren Kirdorf und Gonzenheim in die Wehr Bad Homburg eingegliedert. Diese Eingliederung wurde nach dem zweiten Weltkrieg 1955 wieder zurückgenommen und die Wehren erhielten ihre Selbständigkeit zurück.

1950 wurde eine mechanische Drehleiter DL22 angeschafft. Diese war bis 1978 im Dienst und kam dann in die Partnerstadt Mayrhofen wo sie bis 1993 ihren Dienst versah. Heute ist sie wieder zurück in Bad Homburg und wurde in unzähligen Stunden restauriert. Seitdem erfreut sie sich bei Festzügen und Oldtimer Treffen immer größerer Beliebtheit.

1962 wurde aufgrund der immer mehr werdenden Hochhäuser eine weitere Leiter DL30 angeschafft um den Brandschutz sicherzustellen.

1964 wurde die Feuerwache in der Schwalbacher Straße gebaut, in die die Feuerwehr und Stadtpolizei einzog. Die Bauzeit dauerte ca. 2 ½ Jahre und der Kostenaufwand betrug knapp 2 Millionen DM. Mit dem Einzug kam auch die neue Notrufnummer 112 über die die Bürger die Feuerwehr in der ständig besetzten Zentrale jederzeit erreichen konnten.

1972 kamen durch Eingemeindungen die Feuerwehren Dornholzhausen, Ober-Eschbach und Ober-Erlenbach zum Stadtkreis hinzu. Dieser bestand nun aus sechs Freiwilligen Feuerwehren Bad Homburg-Stadt, Kirdorf, Gonzenheim, Ober-Eschbach, Ober-Erlenbach und Dornholzhausen. Als gemeinsamen Vertreter wählten die Mitglieder aller Wehren Heinz Gerecht zum Stadtbrandinspektor und Horst Weirich zu seinem Stellvertreter.

1976 waren die Stellplätze in der Feuerwache aufgebraucht und Bürgermeister Dr. Klein kündigte eine Erweiterung an. Im November 1979 wurde dann der Erweiterungsbau in Dienst genommen. Er enthielt 5 weitere Stellplätze und neue Umkleideräume.

Am 12.02.1983 kam es zu dem größten Brand in der Bad Homburger Nachkriegsgeschichte. Europas modernstes Thermalbad, die Taunus Therme, stand in Flammen. Alle Bad Homburger Wehren und die Berufsfeuerwehr Frankfurt waren mit fast 200 Mann im Einsatz. Mit sieben B-Rohren, 40 C-Rohren und 4 Wasserwerfern wurde das Feuer bekämpft. Lediglich das Verwaltungsgebäude konnte vor der Zerstörung geschützt werden. Der Sachschaden betrug damals über 50 Millionen DM. Bereits am 20.01.1984 eröffnete die verbesserte Taunus Therme wieder.
Die Feier zum 125-jährigen Jubiläum im Jahre 1984 war ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg-Stadt. Mit einer großen Fahrzeugschau in der gesamten Innenstadt präsentierte sich de Feuerwehr ihren Bürgern. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Hochtaunuskreis und den umliegenden Kreisen beteiligten sich daran.

1989 legte die Hauptversammlung des Stadtkreisverbandes fest, einen ehrenamtlichen Stadtbrandinspektor zu wählen, der gleichzeitig Amtsleiter des neuen Amtes für Brand- und Zivilschutz werden sollte. Paul Schick nahm am 01.08.1990 seinen Dienst als Amtsleiter und Stadtbrandinspektor auf.

1993 wurde Hans-Georg Braum zum Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg-Stadt gewählt und begleitete dieses Amt bis März 2003.

2003 wurden Jürgen Wulf zum Wehrführer und Stefan Sauer zum stellvertretenden Wehrführer gewählt. Aus privaten Gründen musste Jürgen Wulf 2006 vorzeitig zurücktreten und konnte die Legislatur-periode leider nicht beenden.

2006 wurde Stefan Sauer mit großer Mehrheit zum Wehrführer gewählt. Er begleitete das Amt bis 2011. Auch er trat aus privaten Gründen zurück. Stefan Sauer begleitete die Wehr bei ihren schwierigen Einsätzen und führte sie auch erfolgreich durch das 150-jährige Gründungsjubiläum im Jahr 2009.

 Am 25. März 2011 wurde Jörg Meketzer von der Mitgliederversammlung zum neuen Wehrführer gewählt. Er übernimmt das Amt von Stefan Sauer, der aus privaten Gründen sein Amt zur Verfügung stellte

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Dieser historische Abriss der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg-Stadt kann bei seiner Kürze nicht vollständig sein. Daher können alle geschichtlich Interessierte, die Chronik der Feuerwehren von Bad Homburg über den Fachbereich Bevölkerungsschutz beziehen. Diese aufwendig gestaltete Chronik zeigt, zum Teil bebildert den historischen Werdegang aller Bad Homburger Feuerwehren von 1859 bis 1995.

Die für das Gründungsjubiläum im Jahr 2009 erstellte Festschrift erweitert den historischen Rückblick und ist ebenfalls über den Fachbereich Bevölkerungsschutz zu beziehen. Für die Fstschrift ist eine Schutzgebühr von 9,- Euro zu entrichten.

Unter der Telefonnummer 06172 / 89603710 können Sie die genannten Chroniken bestellen.